Podiumsdiskussion zu Klinischer Forschung
Anfang November veranstaltete die renommierte Karl Landsteiner Gesellschaft in Kooperation mit MSD Österreich eine weitere Ausgabe der Diskussionsreihe „zukunft gesundheit“.
Die Diskussion zeigte deutlich, dass Österreich über hochqualitatives wissenschaftliches Potenzial verfügt, das durch politisches Commitment, effizientere Prozesse und finanzielle Unterstützungsleistungen besser genutzt werden kann.
Für eine bessere inter- und multidisziplinäre Zusammenarbeit und mehr Aufklärung sprach sich Hannah Gsell, MSc, Obfrau von Survivors Austria und Mitglied bei der Allianz onkologischer Patient:innenorganisationen, aus: „Klinische Studien finden am Menschen statt, aber zu selten mit Menschen. Ärzt:innen fehlt es an Vernetzung, Patient:innen an Mitspracherecht und Gesunden an Aufklärung. Nur durch Zusammenarbeit und Partizipation kann Forschung nahe am und für die Menschen sein.“
Bereits Mitte Oktober präsentierte MSD Österreich erstmals aktuelle Daten zur öffentlichen Wahrnehmung klinischer Forschung.
Dazu meint DI ThomasDerntl, Obmann der Multiples Myelom Selbsthilfe und Vorstand der Allianz onkologischer Patient:innenorganisationen: „Als Betroffener einer Krebserkrankung habe ich persönlich enorm von den Fortschritten klinischer Forschung der letzten zwei Jahrzehnte profitiert. Neue, hochinnovative Therapien ermöglichen es heute vielen Patient:innen mit schweren Erkrankungen, ihre Krankheit besser zu kontrollieren – oft bei deutlich verbesserter Lebensqualität. Als Patient:innenvertreter kann ich nur dazu ermutigen, sich über klinische Studienprogramme zu informieren und – falls alle Rahmenbedingungen passen – eine Teilnahme in Betracht zu ziehen.“
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
• 84% der Befragten sehen klinische Studien als wichtigen Beitrag zum medizinischen
Fortschritt.
• 34% stimmen der Aussage zu, dass „Menschen, die an klinischen Studien teilnehmen, ein
‚Versuchskaninchen‘ sind“
• 22% zweifeln an der Sicherheit von klinischen Studien.
• Die Teilnahmebereitschaft an einer klinischen Studie ist bei Männern höher als bei Frauen. Häufigstes Hindernis: Angst vor Risiken und Nebenwirkungen.
• Am ehesten würden Menschen im Falle einer Krebserkrankung an einer klinischen Studie
teilnehmen (47%); am wenigsten wahrscheinlich bei psychischen Erkrankungen (27%).
• Nur 12% würden ohne bestehende Erkrankung an einer Studie teilnehmen.
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