„Es ist nicht leicht, als Patientenorganisation bei den Stakeholdern in der Gesundheitslandschaft gehört zu werden“

 „Rethinking Cancer: da geht es für mich vor allem um ein gutes und produktives Zusammenwirken verschiedener Stakeholder in der Gesundheitslandschaft und dabei haben die PatientInnen eine wichtige Rolle“, hielt der Sprecher der Allianz onkologischer PatientInnenorganisationen, Thomas Derntl in seinen beeindruckenden Eingangsworten auf der Bühne fest.

Mitglieder der Allianz waren am 11. September vom CCC Comprehensive Cancer Center der Med Uni Wien zu einer spannenden Veranstaltung unter dem Titel „Rethinking Cancer: From Research to Responsibility – Shaping the Future of Cancer Together” in den Wiener Volksgarten eingeladen. Neben Obfrau Anita Kienesberger zeigten sich auch die Vorstände Thomas Derntl (in seiner aktiven Sprecherrolle) und Claas Röhl sowie sechs weitere Patient Advocates aus den Reihen der Allianz. Ein starkes Team!

Am Programm: Interessante Kurzvorstellungen, Inputs versierter MedizinerInnen und engagierter PatientInnen und sowie abseits der Bühne jede Menge gute Vernetzungsgespräche. Mit dabei u. a. Michaela Fritz (Vizerektorin für Forschung, Medizinische Universität Wien), Shahrokh Shariat (Leiter CCC Vienna, MedUni Wien/AKH Wien), Elisabeth Tischelmayer (Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung) sowie Eva Claudia Lang (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz).

Thomas Derntl hob die Bedeutung von Patient Advocates in der Gesundheitspolitik hervor und erläuterte, dass die direkte Unterstützung von PatientInnen stark in den ehrenamtlichen und weitgehend spendenfinanzierten Selbsthilfesektor ausgelagert sei. Er forderte Qualifizierungsmöglichkeiten für PatientInnenvertreterInnen, eine gesetzliche Verankerung von Patientenbeteiligung, die evidenzbasierte Berücksichtigung von Patientenbedürfnissen sowie eine generelle Finanzierung der Beteiligung.

 Fazit: „Es ist nicht leicht, als Patientenorganisation bei den Stakeholdern in der Gesundheitslandschaft gehört zu werden. Daher wurde vor einigen Jahren von onkologischen PatientInnenorganisationen die Allianz ins Leben gerufen, mit der Mission, eine Stärkung der Mitsprache von PatientInnen bei gesundheitspolitischen Entscheidungen zu erreichen“, so Derntl.

 Der Allianz geht es darum, Patient Advocacy in Österreich zu etablieren, auf allen Ebenen die PatientInnenperspektive miteinfließen zu lassen und eine laute Stimme in der Gesundheitspolitik zu sein. Das alles mit dem großen Ziel, eine bestmögliche Versorgung aller KrebspatientInnen zu erreichen.